Im Gegensatz zur pulmonal arteriellen Hypertonie (PAH) ist die pulmonale Hypertonie (PH) infolge von Lungenerkrankungen (PH-Lunge) oder Linksherzerkrankungen (PH-LHD) häufig. Aktuell wurde der Begriff der „atypischen“ PAH für diejenigen PAH Patienten eingeführt, die im Vergleich zu den in klinischen Studien eingeschlossenen PAH-Patienten älter sind und mehr kardiale und pulmonale Komorbiditäten aufweisen. Bei der PH-Lunge besteht hämodynamisch eine präkapilläre PH; die Begriffe PHCOPD, PH-IPF und PH-CPFE kennzeichnen die entsprechenden Lungengrundkrankheiten. Dem gegenüber ist bei der PH-LHD eine postkapilläre PH nachweisbar; ursächlich kann jede Linksherzerkrankung sein. Therapeutisch steht bei beiden PH-Konstellationen vor allem die Optimierung der jeweiligen Grunderkrankung im Vordergrund. Der Einsatz gezielter PAH-Medikamente wird von den Leitlinien prinzipiell nicht empfohlen, jedoch können im Einzelfall bei Patienten mit definierter, schwerer PH-Komponente individuelle Therapieentscheidungen an PH-Expertenzentren sinnvoll sein.
 

Kosten: kostenfrei

CME-Punkte: 4 Bislang nur beantragt

Termin(e):

05.01.2019 - 05.01.2020

Fachgebiete:

Module: 1, Klasse I

Referent(en):

Dr. med. Dirk Skowasch
Dr. med. Carmen Pizzaro