Angesichts der demographischen Entwicklung und steigender Mobilitätsbedürfnisse gewinnen Fragen zur Fahrtauglichkeit eine immer größere Bedeutung bei der Behandlung von Patienten mit psychischen Erkrankungen, wie z.B. Depression. Eine zeitweilige Beschränkung der Fahrtauglichkeit gehört zu den Konsequenzen der antidepressiven Medikation. Vor diesem Hintergrund ist die Thematik sowohl für den Patienten als auch für den Behandelnden mit großer Unsicherheit verbunden und wird oftmals nicht aktiv angesprochen. Dabei haben Ärzte eigentlich eine Aufklärungspflicht gegenüber ihren Patienten, die sie mit Medikamenten behandeln, welche die Fahrtauglichkeit beeinträchtigen können.
Die Datenlage bezüglich Fahrtauglichkeit unter Antidepressiva ist insgesamt spärlich. Erst aus jüngster Zeit liegen fundierte Patientenstudien zur Frage differenzieller Effekte verschiedener Antidepressiva auf Psychomotorik, Vigilanz und neuropsychologische Funktionen vor. Hieraus leitet sich die Erkenntnis ab, dass die große interindividuelle Variabilität die Notwendigkeit einer individuellen Beratung der Patienten unter Berücksichtigung der psychopathologischen Leitsymptomatik und des Krankheitsverlaufs unabdingbar macht.
Im Webinar möchten wir Ihnen zeigen, wie Sie die Fahrtauglichkeit bei mit Antidepressiva medizierten Patienten fachspezifisch beurteilen können. Es können auch interessante Fälle und Praxiserfahrungen von den Webinarteilnehmerinnen und –teilnehmern über die Chatfunktion vorgestellt und diskutiert werden.
 

Kosten: kostenfrei

CME-Punkte: 4 Bislang nur beantragt

Termin(e):

01.10.2019

Fachgebiete:

Module: 1, Klasse I

Referent(en):

Dr. med. Muzaffer Arkac

Tags: antidepressive Medikation, Fahrtauglichkeit, Antidepressiva auf Psychomotorik, Vigilanz und neuropsychologisch Funktion