Atemwegserkrankungen sind weltweit eine Hauptursache für Morbidität und Mortalität. Zu den häufigsten Erkrankungen zählen akute Infektionserkrankungen der oberen und unteren Atemwege sowie chronische Sinusitis, chronische Bronchitis (CB), Asthma bronchiale, chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) und Mukoviszidose. Je nach Grunderkrankung können verschiedene therapeutisch wirksame Medikationen eingesetzt werden (beispielsweise Bronchodilatatoren und antiinflammatorisch wirksame Substanzen bei COPD). Ein häufiges Problem bei diesen Erkrankungen ist die ausreichende Befeuchtung bzw. der Wassergehalt der Schleimhautoberfläche. Diese ist jedoch Grundvoraussetzung für eine gute Funktionalität der mukoziliären Clearance der Lunge. Die mukoziliäre Clearance basiert im Wesentlichen auf den Zilien, dem Mukus und der periziliären Flüssigkeit. Ein ineffektiver Zilienschlag, ein zähes, festes Sekret oder ein Mangel bzw. Überschuss an periziliärer Flüssigkeit bringen dieses System zum Erliegen. Inhalationsbehandlungen mit isotonen oder hypertonen salinen Lösungen bzw. Thermalwasser sind fester Bestandteil der konservativen Behandlung von Erkrankungen der oberen und unteren Atemwege. Sie dienen überwiegend der Unterstützung der Sekretmobilisation durch oberflächliche Befeuchtung und Reduktion der Sekretviskosität. Die vorliegende Fortbildung stellt Ihnen die Grundlagen der Inhalationstherapie bei Atemwegserkrankungen mit erhöhter Mukusbildung und -retention mittels medikamentöser Therapien sowie der Inhalation von Salzlösungen vor.

Kosten: kostenfrei

CME-Punkte: 4

Termin(e):

01.02.2020 - 31.12.2020

Fachgebiete:

Module: 1, Klasse I

Referent(en):

Dr. med. Peter Haidl

Tags: Atemwegserkrankungen, Inhalationstherapie, Inhalation, Salzlösungen,Infektionserkrankungen, Sinusitis, Bronchitis, COPD, Mukoviszidose, Asthma Bronchiale, mukoziliäre Clearance, Sekretmobilisation