Der hohe Stellenwert der Ernährung mit Muttermilch ist für Frühgeborene in zahlreichen Untersuchungen belegt. Positive Effekte zeigen sich für die neurologische Entwicklung, die Entwicklung und Reifung des Gastrointestinaltraktes, die Abwehr von Infektionen, und die Reduktion der Häufigkeit von schweren Erkrankungen bei Frühgeborenen. Zum Beispiel bleibt die Ernährung Frühgeborener mit Muttermilch die beste Prophylaxe gegen die Entwicklung einer nekrotisierenden Enterokolitis (NEC), der häufigsten Darmerkrankung von Neugeborenen.

Gemäß internationalen Leitlinien sollte, wo immer möglich, zur Ernährung von Frühgeborenen dazu die Muttermilch verwendet werden. Ist das nicht möglich, so steht gespendete Frauenmilch aus etablierten Frauenmilchbanken an zweiter Stelle.

Dabei ist der besondere Ernährungsbedarf der Frühgeborenen zu beachten. Humane Milch muss dabei mit Makro- und Mikronährstoffen angereichert werden, um u.a. eine weitere Wachstumsretardierung zu reduzieren. In der Vorbereitung und Aufbereitung der Mutter- und Frauenmilch ist dabei besonderer Wert auf mikrobielle und hygienische Aspekte zu legen.

In zwei Beiträgen wird anhand von aktuellen Studiendaten und internationalen Leitlinien der hohe Stellenwert der Mutter- und Frauenmilch für die Entwicklung Frühgeborener dargestellt sowie das Management von Frauenmilch und Milchbanken erläutert.

Die Fortbildung besteht aus zwei Vorträgen:

1. Warum Muttermilch für Frühgeborene essentiell ist und auf was wir achten sollten

2. Frauenmilchbanken

Kosten: kostenfrei

CME-Punkte: 2 Bislang nur beantragt

Termin(e):

11.07.2020 - 31.07.2020
11.07.2020 - 31.12.2020

Fachgebiete:

Module: 1, Klasse I

Referent(en):

Dr. Susanne Herber-Jonat
Dipl. oec. troph. Christina Frank-Eichberger

Tags: Muttermilch, Frühgeborene, nekrotisierende Enterokolitis, NEC