Hypertonie und Hypercholesterinämie zählen zu den wichtigsten beeinflussbaren kardiovaskulären Risikofaktoren. Gelingt es, diese beiden Risikofaktoren zu kontrollieren, ist das Gesamtrisiko des Patienten deutlich reduziert. Lebensstilinterventionen sind in der Praxis häufig nur von begrenztem Nutzen. Die meisten Patienten benötigen eine Pharmakotherapie, um die empfohlenen Zielwerte zu erreichen.

In der neuen europäischen Leitlinie zum Blutdruckmanagement werden bereits initial zweifach kombinierte Antihypertensiva empfohlen. Bevorzugt sollten dabei Fixkombinationen mit nur einer Tablette täglich eingesetzt werden, um die Therapieadhärenz zu verbessern. Bei kardiovaskulären Hochrisikopatienten sind ebenfalls häufig zwei Lipidsenker nötig, um Zielwerte unter 70 mg/dl und bei Höchstrisikopatienten von unter 55 mg/dl zu erreichen. Bei Patienten, die bereits ein zweites kardiovaskuläres Ereignis innerhalb von zwei Jahren erlitten haben, soll das LDL-Cholesterin auf unter 40 mg/dl gesenkt werden. Im Idealfall geschieht dies mit einer Tablette (Statin plus Ezetimib).

Relativ neu ist das Konzept, indikationsübergreifend Fixkombinationen einzusetzen, um die Therapie zu vereinfachen, also Antihypertensivum plus Statin bei Patienten, die beides benötigen. Das Ziel: umfassende Gefäßprotektion mit nur einer Tablette täglich.

Kosten: kostenlos

CME-Punkte: 2

Termin(e):

17.12.2020 - 17.03.2021

Fachgebiete:

Referent(en):

Professor Dr. med. Ralf Dechend
Dr. med. Wolfgang Derer

Tags: Hypertonie, Hypercholesterinämie, kardiovaskuläre Risikofaktoren, Antihypertensiva, Statine, Fixkombinationen