Die venöse Thromboembolie (VTE) ist eine häufige und relevante Gefäßerkrankung, die mit einer beträchtlichen Morbidität und Mortalität einhergeht. Bei Malignompatienten ist das VTE-Risiko im Vergleich zu Nichttumorpatienten um das 5- bis 10-Fache erhöht. Die Antikoagulation ist eine wirksame Maßnahme zur Behandlung und Prophylaxe venöser Thromboembolien.

Bei Nichttumorpatienten empfehlen die aktuellen Leitlinien den bevorzugten Einsatz von NOAK gegenüber Vitamin-K-Antagonisten. Tumorpatienten wurden bisher vorzugsweise mit niedermolekularem Heparin (NMH) für mindestens 3 bis 6 Monate behandelt. Studien mit Edoxaban und Rivaroxaban zeigen eine tendenziell bessere Wirksamkeit der NOAK im Vergleich zu NMH bei diesem Patientenkollektiv, mit erhöhtem Blutungsrisiko – insbesondere im oberen Gastrointestinaltrakt –, jedoch ohne vermehrtes Auftreten lebensbedrohlicher Blutungen unter diesen NOAK.

Diese Fortbildung zeigt auf, welche Patienten von welcher Therapie und welcher Behandlungsdauer besonders profitieren und welche Dosierung ein günstiges Nutzen-Risiko-Verhältnis bietet.

Kosten: kostenlos

CME-Punkte: 2

Termin(e):

17.12.2020 - 17.03.2021

Fachgebiete:

Referent(en):

Prof. Dr. Birgit Linnemann

Tags: VTE, VKA, NOAK